08 DE: Glatte Sache - der Spiegeltrick der Miba High Tech Coatings
Shownotes
Wie glatt kann eine Oberfläche eigentlich sein und warum ist das für Hightech-Anwendungen entscheidend? In dieser Episode tauchen wir in die Welt der amorphen Siliziumschichten ein und zeigen, wie Miba mit atomgenauer Präzision neue Maßstäbe setzt.
Gemeinsam mit Jürgen Bauer (Production Unit Leader PVD) und Andreas Eder (Teamleiter Entwicklung) der Miba Hightech Coatings sprechen wir darüber, wie Beschichtungen entstehen, die Bauteile überhaupt erst funktionsfähig machen. Was steckt hinter der Technologie der physikalischen Gasphasenabscheidung (PVD), wie werden Schichten Atom für Atom aufgebaut und warum sind amorphe Strukturen entscheidend, um extrem glatte Oberflächen im Nanometerbereich zu erreichen? Außerdem zeigen wir, wo diese Technologie zum Einsatz kommt: von der Halbleiterindustrie bis hin zu hochpräzisen Spiegeln für Teleskope und Satelliten und warum Miba damit Anwendungen nicht nur verbessert, sondern oft überhaupt erst möglich macht.
Ein Blick hinter die Kulissen gibt Einblicke in die enge Zusammenarbeit von Entwicklung und Produktion sowie in die Kombination aus Hightech-Forschung und industrieller Serienqualität; ein weiterer Beitrag zu „Technologies for a Cleaner Planet“.
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00:00:06: Die MIBA hat jetzt irgendwo bei siebeneinhalb Tausend Mitarbeiter und die stehen alle in einer perfekten Reihe nebeneinander.
00:00:12: Also kann Nanometer vor, kein Nanometer zurück.
00:00:14: und wenn man das jetzt sagt es ist unser Bauteil dann geht ein MIBA-Mitarbeiter nicht ganz eine Haaresbreite nach vorne.
00:00:20: von solchen Rauheiten sprechen wir da also eigentlich nicht vorstellbar.
00:00:24: Es ist tatsächlich ein technologisch sehr anspruchsvoller Prozess den wir da verwenden.
00:00:28: Man kann sich's vorstellen Wir beschichten die Bauteile wirklich Atom für Atom.
00:00:32: Das heißt wird zerstorben Unser Beschichtungsmaterial und so wächst die Schicht Atom für Atom.
00:00:38: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Mieber Inside, dem Tech-Podcast der Mieba für alle Miebergolleginnen und Kollegen und für alle, die sich für Technologies for a cleaner planet begeistern!
00:00:49: Hier sprechen wir über das was man normalerweise nicht sieht – die Technik im Inneren von Motoren, Zügen, Schiffen, Windrädern, Wasserkraftwerken, Stromnetzen und viele mehr.
00:00:59: Unsere Expertinnen und Experten aus der MIBA erklären, wie unsere Bauteile dazu beitragen, Produkte und Anwendungen unserer Kunden sicherer zuverlässiger und energieeffizienter zu machen.
00:01:11: Und sie zeigen auch warum wir in vielen dieser Spezialgebiete zur technologischen Weltspitze gehören!
00:01:17: Unser heutige MIBA-Innovation sind sogenannte Amorfe Siliciumschichten – also hochtechnische Beschichtungen.
00:01:25: Was das genau ist, wo die Technologie eingesetzt wird und was man damit anfangen kann, erzählen euch heute Jürgen Bauer.
00:01:32: Er ist Production Unit Leader für PVD-Beschichtungen.
00:01:36: Das heißt Physical Vapor Deposition, Physikalische Gasphasenabscheidung – das werden wir nachher noch erklären!
00:01:43: Bei MIBA High-Tech Coatings und Andreas Eder erleitet das Team, dass diese High-tech Beschichtungsart entwickelt.
00:01:49: Die High-Tec Coating ist übrigens der Standard, den man quasi am besten von der Autobahn aussieht – da prankt nämlich das Riesen-MIBA Logo davor!
00:01:57: Darum glauben immer alle, es ist die Zentrale.
00:02:00: Ist sie nicht?
00:02:01: Hat aber zentrale Funktionen für gewisse Bauteile.
00:02:04: Mein Name ist Artron Schandel.
00:02:05: ich freue mich euch durch diese Episode begleiten zu dürfen.
00:02:09: Jürgen und Andreas damit wir euch Zu Beginn ein bisschen besser kennenlernen stelle ich euch ein paar kurze Fragen.
00:02:15: Seit wann seid ihr beide in der Mieber?
00:02:18: Jürgen!
00:02:18: Seit März, so mittlerweile knapp neun Jahre.
00:02:22: Das heißt du hast den Firmenjubiläum nächstes Jahr.
00:02:24: Es wird soweit werden genau.
00:02:26: Und du Andreas?
00:02:27: Schließe ich mich an, Oktober, siebzehn.
00:02:29: Habst du dich vor euch schon gekannt eigentlich?
00:02:32: Ja... Wir kommen aus derselben Arbeitsgruppe auf der Uni
00:02:35: Witzig.
00:02:36: Also hast du ihn dann dazugeholt?
00:02:39: Andreas war eigentlich schon mit der Mieber gefasst und verwurzelt in seiner Diplomarbeit, das kannst du besser erklären.
00:02:44: Die Diplomerbeit hat die Beziehung angefangen zu Miebern in Wirklichkeit.
00:02:47: während dem Doktor ist sie dann weitergegangen Und irgendwann wird man bequem und fangt an zu arbeiten wenn man draufkommt.
00:02:53: Man darf mit echt coolen teuren großen Spielsachen in der Industrie spielen.
00:02:58: Das wissen dass man sich über Jahre angeeignet hat braucht auch irgendwer.
00:03:02: Ja jetzt bin ich da
00:03:04: Schön und offenbar sehr happy.
00:03:07: Das heißt, ihr habt euch auf der Uni kennengelernt?
00:03:09: Was habt ihr studiert?
00:03:10: jetzt mal?
00:03:10: Technische Physik mit Schwerpunktmaterialwissenschaften.
00:03:13: Technische
00:03:13: Musik mit Schwerkpunktenergie- und Mestechnik.
00:03:15: Was genau macht ihr denn in eurem Arbeitsalltag?
00:03:17: Jürgen du entscheidest was da Andreas entwickeln soll oder ist es nicht ganz so einfach?
00:03:22: Also ich hoffe das entscheidet was entwickelt werden soll dass es unsere Kunden sind.
00:03:26: Dass die uns sagen was wir entwickeln sollen und nicht die Produktion der Entwicklung.
00:03:29: Es sollte wir brauchen und Sinnstiften sein.
00:03:33: Die Anwendung entscheidet quasi was wir.
00:03:35: Die HTC, wie die im Überheite Coatings intern genannt wird ist zwar relativ klein aber dafür sehr fein.
00:03:41: Sehr sehr speziell haben wir schon gesagt – Wie viele Leute seid ihr denn?
00:03:44: Wir haben ca.
00:03:44: hundert Mitarbeiter am Standort und alle davon beschäftigen sich mit dem Thema Beschichtungen.
00:03:48: Wiedernahme hätte ich Coating schon suggeriert!
00:03:51: Ihr beschäftigt es euch mit Beschichtung... die Dinge möglichst glatt machen sollen.
00:03:56: Spiegel sind da auch in gewisser Weise ein Thema, allerdings sehr spezielle Spiege.
00:04:00: Könnt ihr beide euch noch in so einen herkömmlichen Spiegl eigentlich schauen oder sieht man dann immer irgendwelche Beschichtungsfehler und der schaut es euch gar nicht mehr ins Spiel?
00:04:09: Es kommt ein bisschen auf die Tageszeit an.
00:04:11: In der Früh ist es schwieriger als am Nachmittag.
00:04:14: Liegt das an den Beschichtungsfehlern?
00:04:16: Ja meistens an dem Bild dass man darin sieht!
00:04:20: Nein, Spaß beiseite.
00:04:21: Es sind zwei verschiedene Welten in denen wir uns da bewegen.
00:04:25: Man kann natürlich die Analogien sehen.
00:04:27: wenn man sich beruflich nur mit Fehlern beschäftigt ist man ganz zufrieden wenn der Badezimmer spiegelt das tut was er tut.
00:04:33: Dich zeigen?
00:04:33: Ja.
00:04:36: Jürgen du hast es schon erwähnt ihr beschäftigt euch wie der Name schon sagt mit Beschichtungen heute Coatings.
00:04:41: aber wir sollten vielleicht davor noch etwas klären.
00:04:43: Beschichtung ist nämlich nicht gleich Beschichtung.
00:04:46: Da gibt's sehr unterschiedliche Funktionen
00:04:49: Das ist richtig.
00:04:50: Man unterscheidet bei den Beschichtungen sehr gerne zwischen dekorativen und funktionellen Beschichtung, wir beschäftigen uns ausschließlich mit welchen die eine technische Funktion haben.
00:04:59: D.h.
00:05:00: durch unsere Beschichtigung wird ein Bauteil erst das was es dann am Ende ist nämlich einsetzbar in einer technischen Anwendung.
00:05:07: Das heißt wenn man eine hübsche Beschichtungs für eine Tügelinke haben will braucht man nicht zu euch kommen?
00:05:12: Das ist nicht unser Fokus.
00:05:14: Richtig!
00:05:15: Eure Beschichtungen erfüllen ganz bestimmte Funktionen, aber gerade die und auch in der Haite Coatings sind komplett unterschiedlich.
00:05:22: Also ihr verfolgt da eigentlich sehr, sehr unterschiedliche Ziele je nach Bauteil – wie kann man sich das vorstellen Andreas?
00:05:27: Ja prinzipiell unterscheidet man zwischen reibungserhöhenden und minimierenden Schichten also auf gut Deutsch einmal wird es glatt und einmal wird's rau.
00:05:34: Und wir sind jetzt aber dort angesiedelt wo man Sachen oder wo das Ziel ist dass es extrem glatt wird.
00:05:41: Wozu braucht man jetzt extrem glatte Oberflächen?
00:05:43: Da schließen wir die Brücke zum Spiegel.
00:05:45: Wenn man jetzt einen rauen Spiegel hat, das kann man sich vorstellen wie im eigenen Badezimmer.
00:05:49: Das ist ja prinzipiell ein Glas, das auf der Rückseite beschichtet ist.
00:05:53: Wer dieses Glas nicht glatt, sondern Milchglas also mit einer rauen Oberfläche, hält mir relativ wenig Freude mit dem Spiegeln und drum generell Spiege heißt glatte Oberflächen.
00:06:04: Das heisst je nachdem wo das Bauteil eingesetzt wird, kann man es pimpen.
00:06:06: Es soll entweder extrem glatt werden wie bei euch oder den Reibwert erhöhen wie bei euren Kollegen.
00:06:13: Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen und das Pimpen gerne ersetzen, durch überhaupt erst möglich machen.
00:06:18: Also die Funktion oder das Bauteil funktioniert in der Weise wie wir es dann wollen erstmal mit einer Beschichtung Und ohne wird's dann oft auch gar nicht funktionieren.
00:06:26: Ja aber auch pimpen ist zulässig.
00:06:28: Das heißt wir können Funktionen natürlich auch verbessern.
00:06:31: Jetzt kommen wir zu diesen Amorphensilitium Schichten.
00:06:34: Das klingt totals basic Hat auch ein bisschen was damit zu tun irgendwie im Endeffekt und in einer der Endanwendungen.
00:06:39: Aber was heisst das genau?
00:06:42: Am
00:06:42: Morf, da hole ich jetzt ein bisschen auf.
00:06:44: Am Morff und Kristalline Struktur ist das sehr technisch.
00:06:48: Auch das möchte ich gerne um Münzen auf irgendwas was man kennt.
00:06:51: also wenn wir über Kristallin sprechen dann kann man sich das so vorstellen wie eine Bundeshergruppe die in Rheide- und Glied steht und die halten alle relativ gut zusammen.
00:06:59: Und das am Morffe ist eine kleine Kindergartengruppe, die um einen Eisserlohn steht.
00:07:03: Das ist ein wilder Wüsterhaufen oder Linken nicht weiß was der Rechte macht.
00:07:06: und genau das wollen wir.
00:07:09: Schoko-Eis hauptsächlich dann.
00:07:10: Das dürfen die Kinder selbst entscheiden?
00:07:12: Die Bundeshergruppe funktioniert immer nur im Verbund in dieser Gruppe, in diesen fünfzig Leuten oder so und die kleinen Kinder können sich einzeln auch bewegen und das ist das worauf ihr hinaus wollt bei euren Schichten.
00:07:25: aber warum?
00:07:26: Genau also am Ende des Tages werden unsere Schichten noch poliert.
00:07:28: sie müssen halt sehr glatt werden.
00:07:30: würde ich was kristallines polieren also sprich die bundeshergruppen würde ich gleich die ganze gruppe vom Bundesheer quasi entnehmen, das ist dann relativ ruhig.
00:07:39: Wenn ich aber aus dieser Kindergartengruppe ein einzelnes Kind entferne, ja dann ist der Rest noch immer laut und genau das suchen wir.
00:07:45: Das heißt wieder zurück in die technische Welt!
00:07:49: Wir machen es möglich sozusagen dass man einzelne Atome von der Oberfläche entfernt und dadurch wird das Ganze extrem glatt und das funktioniert halt nur bei amor auf dem Schichten
00:07:58: Und diese Bundesseekruppe würde ja schon ein großes Loch reinreißen sozusagen.
00:08:00: Ganz genau!
00:08:01: Wenn noch ein Kind einem Kind sagt, da drüben gibt es einen noch besseres Eis und das einzige Rentin ist immer noch eine sehr wuselige Gruppe.
00:08:09: Genau, Gruppendynamik darf keine entstehen aber prinzipiell... Na also prinzipell genau darum geht's.
00:08:18: Wo kommen denn solche Bauteile zum Einsatz die mit amorfen-silizium Schichten veredelt oder behandelt werden?
00:08:24: Wir haben die Beschichtung Kunden aus dem Umfeld der Halbleiterindustrie entwickelt über viele Jahre hinweg, das ist schon einige Jahre auch jetzt her.
00:08:32: Und es hat sich aber gezeigt dass es auch noch andere Einsatzgebiete für diese Technologie gibt.
00:08:37: Das heißt auch andere wollen und brauchen glatte Oberflächen.
00:08:41: Man kann sich vorstellen wenn man ein Teleskop baut mit dem man, das kennt man vielleicht aus der Astronomie, man möchte Sterne beobachten dann kann man dieses Teleskop auch aus Spiegel bauen.
00:08:52: Und bei diesen Spiegeln ist es dann wichtig, eine sehr glatte Oberfläche zu haben.
00:08:56: Weil wenn die so raus sind, wird das Licht nicht richtig reflektiert.
00:09:01: Um wieder beim Beispiel vom Waderzimmer-Spiegel zu bleiben auch wenn der jetzt ganz könig wäre an deiner rauer Oberflächen hätte, dann würde man sich nicht ordentlich drin sehen.
00:09:10: und da ist genau dort das Ziel diese Oberflächenglad hinzubekommen.
00:09:14: Jürgen, du hast das Teleskop erwähnt?
00:09:15: Das heißt alles was vom Himmel nach unten strahlt auf die Erde kann eingefangen werden.
00:09:19: aber das ist... Nur eine Richtung, wie man sozusagen mit dem Weltall kommunizieren kann oder Informationen vom Weltall aus einfangen kann.
00:09:27: Es geht auch andersrum?
00:09:29: Genau wir können auch Teleskope bauen die in der anderen Richtung schauen.
00:09:32: das heißt wir beobachten die Erde von Luftraum oder vom Weltal aus und vor allem dort werden unsere Beschichtungen eingesetzt um diese glatte Oberfläche zu erreichen In Spiegel-Teleskopen die auf Flugzeugen unterwegs sind Die auch auf Satelliten eingesetzt werden eben zur Erdbeobachtung.
00:09:49: Auch eure Bauteile sind eigentlich Extremsituationen ausgesetzt, weil sehr viele Mieberbauteile dort verbaut sind wo sie unter extremen Belastungen sehr lange funktionieren müssen wie zum Beispiel jetzt die Gleitlager in Turbinen, wo man sich nicht einfach alle Monate austauschen kann.
00:10:06: Eure Extremsitution ist die Präzision.
00:10:09: das heißt Bei euch ist die Challenge, dass es möglichst glatt ist und das Licht, das Auftrift, möglichst exakt so weitergegeben wird.
00:10:18: Und so gespiegelt wird wie es auftrifft.
00:10:20: Genau diese Eigenschaft eben dieses Reflektieren ermöglichen genau das ist das, wie du es richtig beschreibst Das glatte Oberfläche und das eben auf einer sehr kleinen Skala.
00:10:32: Wir reden da tatsächlich im Bereich von Rauchheiten bei einem Nanometer.
00:10:37: damit man sich den Nanometer etwas besser vorstellen kann
00:10:40: Haben wir so ein Beispiel überlegt.
00:10:42: Bitte!
00:10:43: Die MIBA hat jetzt irgendwo bei siebeneinhalb Tausend Mitarbeiter und die stehen alle in einer perfekten Reihe nebeneinander, also kann Nanometer vor, kein Nanometer zurück.
00:10:52: Und wenn man das jetzt sagt es ist unser Bauteil dann geht ein MIBA-Mitarbeiter nicht ganz eine Haarespreite nach vorne.
00:10:59: von solchen Rauheiten sprechen wir da.
00:11:01: Das ist eigentlich nicht vorstellbar.
00:11:03: Sehr cool ja sehr eindeutiges Beispiel.
00:11:05: Geht das eigentlich?
00:11:07: Noch besser als jetzt.
00:11:09: Also diese Haaresbreite, wenn du siebeneinhalb Tausend Menschen nebeneinander stehen hast und du lässt einen um eine Haarespreite vorrücken.
00:11:15: ich kann mir natürlich nicht vorstellen dass das noch glatter geht.
00:11:19: aber ist es jetzt die glatteste Oberfläche der Welt?
00:11:22: Das ist sicherlich nicht die glätteste Oberfläche der Welt und ich glaube der Kollege aus der Entwicklung wird bestätigen Es gibt noch Arbeit zu tun.
00:11:29: Ich bin ganz froh drüber.
00:11:31: Arbeitsplatzsicherung quasi.
00:11:33: Nein, Spaß beiseite!
00:11:34: Ja die Oberfläche wenn sie denn perfekt ist, ist sehr glatt.
00:11:38: aber natürlich auch wir kämpfen mit Defekten und genau das ist unsere Challenge dass wir eben so sauber wie möglich, so gut wie möglich so präzise wie möglich arbeiten und ich glaube da kann man immer noch die paar letzten zehntel Prozent rausholen und das ist unserer Aufgabe.
00:11:53: was wir vielleicht doch noch erklären müssen ist das was ihr an Beschichtungen macht ist nicht das, wo dann das Licht auftrifft.
00:12:01: Da kommt dir noch was drauf oder?
00:12:03: Das heißt ihr bereitet es ja nur die Grundierung.
00:12:07: Ja und da hake ich jetzt gleich ein.
00:12:09: Wenn man jetzt sagt der Maurer sozusagen, Maurer Tivant, dass wäre jetzt das Bauteil bei uns, das ist typischerweise aus Metall- oder Keramik Dann kommt ja quasi der Verputz drauf, das wär jetzt quasi die Mieber mit unserer Schicht Und diesen verputz macht mir dann relativ glatt und dann obendrauf kommt auch noch die Farbe ausschaut und das wäre dann die eigentliche Reflexionsschicht.
00:12:30: Das heißt, wenn man so will wir sind die Grundierung oder der Unterputz?
00:12:34: Und das Bauteil kommt zu euch im März diesen Unterputs und dann kommt er zum Kunden und der beschichtet ihn mit seinem Spiegel, mit seiner reflektierenden Oberfläche.
00:12:43: Die Lieferketten sind sehr unterschiedlich ausgeprägt.
00:12:44: aber prinzipiell sage ich ja dass darf man sich so vorstellen.
00:12:48: Jürgen du hast gesagt subatomare Bereich so glatt wird eure Grundierung sozusagen.
00:12:54: Ich stelle mir das in der Produktion Sehr hochtechnisch vor.
00:12:58: Wie kriegt man das denn überhaupt hin?
00:13:00: Was ist das für eine Technologie dahinter, was ist es für ein Prozess dahinter der das schafft?
00:13:04: Es ist tatsächlich ein technologisch sehr anspruchsvoller Prozess den wir da verwenden.
00:13:08: Man kann sich's vorstellen Wir beschichten die Bauteile wirklich Atom-für-Atom Das heißt wird zerstorben unser Beschichtungsmaterial und genau das beschreibt der Begriff der physikalischen Gasphasenabscheidung oder der Physikleveperdeposition.
00:13:21: Wir zerstolben das wirklich auf atomarer Ebene, und dann schlägt sich Atom für Atom auf unseren Bauteilen nieder.
00:13:25: Und so wächst die Schicht Atom-für-Atom auf!
00:13:29: Und das ermöglicht uns genau das einzustellen was wir vorhin gesagt haben dieser Amorphenstruktur der Beschichtung.
00:13:35: Wie kann man dieses Material Atom Für Atom auftragen?
00:13:38: Also meines hat etwas mit dieser Gasphasenabschaltung zu tun.
00:13:41: aber wie können wir uns das vorstellen während die Teile so superatomat oder automat weggesprengt werden?
00:13:48: Kann man sich so vorstellen... Wir beschießen unser Beschichtungsmaterial mit anderen Atomen und Tiefe, und also dass wir das zu Feind zerstorben.
00:13:55: Also wie Billiardkugeln?
00:13:56: Genau!
00:13:56: Wie Billiards Kugeln.
00:13:58: Sehr kleines Billiart aber prinzipiell spielen wir den ganzen Tag Billiarts.
00:14:01: Wer gewinnt?
00:14:04: Hoffentlich wir!
00:14:06: Sind die Lösungen für eure Kunden wo sie diese Spiegel einsetzen dann eigentlich für bestimmte Anwendung erst möglich geworden oder sind Sie jetzt einfach nur besser?
00:14:15: Beides würde ich sagen.
00:14:16: auf der einen Seite macht es Dinge leichter einfacher und besser.
00:14:20: Wir ermöglichen auch kürzere Bearbeitungszeiten.
00:14:24: Wenn wir über es möglich machen sprechen, würde ich sagen das ist das Eingangserwähnte Beispiel in der Halbleitindustrie beim Thema bessermachen.
00:14:33: Da bewegen wir uns im Bereich der Teleskope.
00:14:34: Das heißt wie schon erwähnt alles was eine Linse ist im klassischen Teleskop zu Hause kann man noch als Spiegel ausführen mit einer gekrümmten Oberfläche und da geht's einfach rein ums Besser machen.
00:14:46: Auch wenn man einen Laser denkt und die Reflexion von einem Leser auf einem Spiegl Auch dort für Hochenergieleser würde ich behaupten, dass unsere Anwendung den ganzen Prozess besser macht.
00:14:57: Und sind da die Kunden auf euch zugekommen?
00:14:59: Weil sie gewusst haben?
00:15:00: ihr seid Spezialisten für Beschichtungen, die sich sehr gut mit Oberflächen auskennen.
00:15:04: oder war das eine Innovation, die von euch ausgegangen ist?
00:15:09: Ja wie so oft in der MIBA hat da der strukturierte Zufall mit unten eine große Rolle gespielt.
00:15:15: man findet uns als MIBA auch dort wo wir uns nicht vermutet und aber dieser strukturierte Zufall lässt dann die Wege doch kreuzen.
00:15:23: So ist es jetzt in der Vergangenheit gewesen, ist das auch noch – aber wir wissen auch selber oder haben selbst viele Ideen, wo diese Beschichtung und diese Technologie zum Einsatz kommen kann und da suchen auch wir ganz gezielt nach Kunden- und Anwendungen von denen wir glauben dort macht das Sinn.
00:15:39: Seid ihr die einzigen, die so etwas können?
00:15:41: Oder seid ihr einfach besser als Marktbegleiter?
00:15:45: oder was hebt euch davon den ab?
00:15:47: Was hebt uns
00:15:47: ab?!
00:15:49: Ich glaube insgesamt kann man sagen, dass sehr oft um sehr kleine Stückzahlen geht.
00:15:53: Und jetzt hat dem über doch ein starken Automobil Background und da geht es dann eigentlich genau das Gegenteil – sehr hohe Stückzahl!
00:16:00: Und ich glaube was uns herausragend macht ist einfach das zu vereinen.
00:16:05: Das heißt wir kommen mit dem Anspruch der hohen gleichbleibenden Qualität und trotzdem schafft man eben für Millionenstück alles immer gleichzulassen in konstant hoher Qualität Und das kann man natürlich auch runterbrechen auf Einzelstücke, dass wir dann auch mit größeren Zeitabständen trotzdem immer schafft.
00:16:25: Das Gleiche zu machen und was macht uns herausragend?
00:16:29: Ja ich glaube es vereinen beide Welten!
00:16:32: In der Großserie sprich mir immer davon was an einfallen kann.
00:16:35: da Schief geht wird auch irgendwann schief gehen und dieses Wissen nehmen wir mit auf diese vergleichsweise geringen Stückzahlen für uns um können das dorthin auch ummünzen.
00:16:46: Ja wenn wir vielleicht nochmal auf den Prozess zurückkommt, was zeichnet uns da aus.
00:16:50: Ich glaube es ist uns auch gelungen dass wir so ein bisschen das feine und grobmotorische Vereinen und auch da bediene ich mich wieder einer Analogie – ich sage mal wir schaffen's, dass man zeitgleich Chirurg-und Metzger sind!
00:17:01: Und je nachdem was man gerade braucht, bedienen wir quasi beide Felder.
00:17:05: für meinen Empfinden sehr gut.
00:17:06: Wer von euch ist eigentlich wer?
00:17:09: Oder seid ihr beide Chirurgen?
00:17:11: Bin mir nicht ganz sicher...
00:17:14: kommt auch wieder auf die Fragestellung an.
00:17:16: Auf
00:17:16: die Tageszeit?
00:17:18: Ja, ja, hu!
00:17:19: Kommt auf die aktuelle Aufgabenstellung drauf an.
00:17:21: Wie ist der Andreas richtig gesagt?
00:17:22: Das braucht man mehr und einmal die Eigenschaft.
00:17:26: Und das Wichtige bei uns sind die Personen, die da in dem ganzen Umfeld arbeiten.
00:17:31: Die haben alle unterschiedlichen Backgrounds und genau diese Mischungen kommen darauf an und die macht es auch aus.
00:17:36: Die macht doch uns aus in den Bereich wo wir das herstellen.
00:17:39: Erzählt vielleicht ein bisschen mal von eurem Team oder euren Teams jetzt eben nicht die einzigen, dort ihr zwei in der physikalischen Gasphasen-Abscheidung oder diesen Prozess bei den Amor von Silizium Schichten.
00:17:50: und du hast gesagt, ihr habt alle unterschiedliche Backgrounds.
00:17:54: Wie ist das?
00:17:56: Wo kommt sie alle her?
00:17:58: Also bei mir in der Produktion ist es so dass wir ein kleines Team am Mitarbeitern haben, die sind sehr spezialisiert auf diesem Bereich Mit uns oder mit den Kollegen aus der Entwicklung schon mit gelernt werden die Entwicklungsphase machen, also heute noch schnappen da sehr viel auf und können das dann auch in der Produktion tatsächlich umsetzen.
00:18:16: Das heißt es ist sehr spezialisiert aus den unterschiedlichsten Bereichen immer mit diesem Fokus diese hohen Anforderungen an ja alles mögliche dass das so in dem Umfeld auftaucht erfüllen können.
00:18:30: Sind das dort alles Physiker?
00:18:32: Oder sind das Fachkräfte?
00:18:34: oder was haben alle gelernt?
00:18:36: In der Produktion arbeiten bei uns hauptsächlich Fachkräfte mit Lehrabschluss, die wir dann aber selber intern auf dieses Spezialthema weiterbilden und ausbilden.
00:18:44: So was kann man jetzt nicht an jeder Schule lernen, sondern da gibt es ganz viel interne Ausbildung, die bei uns stattfindet.
00:18:52: Das heißt das geht Hand in Hand, die Fachkäfteausbildung und die akademische Ausbildung?
00:18:55: Das braucht's beides!
00:18:56: Wir brauchen beides – das ist wieder die bereits zuvor erwähnte Mischung mit dem unterschiedlichen Background Den Beispiel vom Andreas mit dem Kurogen und den Fleischacker.
00:19:06: Was macht denn euer Team so besonders?
00:19:08: Warum tagt euch eurer Team ganz speziell?
00:19:11: Ich würde sagen, es ist ein großes Team.
00:19:14: Das ist einmal der springende Punkt und ich glaube was gefällt uns.
00:19:18: Wir sind halt extrem vernetzt und das ist keine Welt die nebeneinander existiert sondern miteinander und das macht es dann auch aus warum wir erfolgreich sind.
00:19:27: Das ist genau wieder diese Mischung aus der Produktion und der Entwicklung, die an den gleichen Themen arbeitet.
00:19:32: Und das auch zur gleichen Zeit.
00:19:35: Ich erzähle immer das Beispiel wir als Produktion lernen oder haben eine große Chance hier während der Entwicklung schon etwas mitzubekommen und da etwas zu lernen.
00:19:44: auf der anderen Seite darf aber auch die Entwicklung von der Produktsion was Lernen schon in der Entwicklungsphase.
00:19:48: wenn mein Team dann sagt ja dass wird bei uns in der Serie niemals funktionieren Dann darf sie auch in die Richtung.
00:19:54: Und genau diese Synergie schaffen wir mit unseren beiden Teams.
00:19:58: Die arbeiten wirklich gemeinsam an diesem Produkt und an dieser Technologie.
00:20:03: Ist jetzt auch innerhalb der heute Coatings wahrscheinlich ziemlich ein Spezialisten?
00:20:07: Habt ihr einen Spitznamen?
00:20:09: Keiner, der mir bekannt ist wenn man mich ärgern will und sagt mal Herr Doktor zu mir aber sonst glaube ich reicht der Vorname.
00:20:15: Tatsächlich bei mir das Gleiche.
00:20:17: Ich wüsste keinen zum Doktor hat es aber mir nicht gereicht.
00:20:19: deswegen bin ich wahrscheinlich der Kollege auf denen er anspielt der dann rüberschimpft.
00:20:23: Herr Dokter
00:20:26: Und vielleicht für alle Mieber-Kolleginnen und Kollegen, die diesen Podcast hören eine kleine Erklärung.
00:20:31: Wie haben wir zwei Namenszwillinge?
00:20:33: Sowohl Andreas Eder ist der Zweite als auch Jürgen Bauer ist der zweite weil es gibt einen Jürgensbauer den ersten bei der Miebers hinter Austria und einen Andreas Eda den sozusagen ersten bei der Miber Freak Tech.
00:20:46: also falls ich jetzt wundert warum die beiden hier sind es sind jeweils die zweiten Jetzt nicht in einem Ranking, sondern die zweiten Andreas Eder und Jürgen Bauer.
00:20:57: Wenn unsere Zuhörerinnen und Zuhöre jetzt fasziniert sind von diesem Thema und gern noch mehr herausfinden möchten was machen sie denn dann am besten?
00:21:06: Also wenn es einer wirklich wissen will dann gibt's den Lehrberuf Oberflächentechnik mit dem Schwerpunkt Dünnschicht- und Plasmatechnik seit jüngsten.
00:21:13: das wäre jetzt schon die äußerst intensive Variante.
00:21:16: ansonsten gibts auf der Homepage bei uns noch relativ viel Info auch mit Kontaktadressen und wir sind eigentlich gerne und jederzeit zu Gesprächen bereit.
00:21:25: Arbeitet ihr jetzt mit UNIS zusammen für Forschungsprojekte oder Diplomarbeiten?
00:21:29: Absolut!
00:21:30: Wir haben ein breites Partner-Netzwerk nach außen, das fängt Uni FH – wie sie alle heißen – auch Institute natürlich.
00:21:38: Auch dort gibt es immer wieder Möglichkeiten der Zusammenarbeit und die werden von uns gut und gerne genutzt.
00:21:44: Lieber Jürgen, lieber Andreas jeweils der Zweite.
00:21:47: Ich danke euch sehr, sehr herzlich, dass ihr meine Gäste wart hier.
00:21:50: Danke für diese extrem spannende Folge!
00:21:52: Gerne,
00:21:52: danke sehr!
00:21:53: Gemeinsam gestalten wir Technologies for a Cleaner Planet.
00:21:57: Vielen Dank an euch liebe Hörerinnen und Hörern fürs Zuhören.
00:22:00: Folgt diesen Podcast gerne auf der Plattform Eurer Wahl.
00:22:03: Bis zum nächsten Mal, macht's gut!
00:22:15: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.
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